Wanderheim Burg Derneck

Daten und Fakten
Allgemeines
Anfahrt und Zugänge
Wanderungen
Bootsfahrten
Literatur

Hier finden Sie die aktuellen Übernachtungspreise aller Wanderheime des Schwäbischen Albvereins

Hinweis: Im Wanderheim sind aus hygienischen Gründen keine Hunde erlaubt.

Burg Derneck

 

Daten und Fakten

Höhe über NN: 655 m
Lage: Auf einem Bergsporn über dem Tal der Großen Lauter unweit von Hayingen-Münzdorf, – sehr ruhig mit Natur auf allen Seiten, Kreis Reutlingen, UNESCO-Biosphärengebiet Schwäbische Alb
Nächste Wanderheime: Sternberg bei Gomadingen, 16 km
Farrenstall bei Weilersteusslingen, 17 km
Weidacher Hütte bei Herrlingen-Weidach, 48 km
Anmeldungen: Familie Heiss
Fuchshaldeweg 3
72766 Reutlingen-Sondelfingen
Tel: 0 71 21 / 1 68 83 98
FAX: 0 71 21 / 1 68 83 97
e-mail: burg-derneck@web.de
Winterpause: von 17. Nov. 2014 bis einschließlich 13. März 2015
Öffnungszeiten Wanderheim und Burgschänke: Unsere Öffnungszeiten für 2015 sind wie folgt:
am 14. und 15. März 2015 (Sa. und So.)
am 21. und 22. März 2015 (Sa. und So.)
ab Sa. 28 März 2015 bis einschließlich 08.11.2015
täglich geöffnet
am 14. und 15.11.2015 (Sa. und So.)
anschliessend Winterpause
Telefon Burg direkt: 0 73 86 / 217
Wanderheim: Selbstversorgerhaus
Burgschänke: Einfache Bewirtung
Übernachtungen: 3 Sechsbettzimmer, 1 Achtbettzimmer,
Matratzenlager mit 5 + 10 Schlafstellen
Gasträume: Derneckstube im Wanderheim
Burgschänke in der Tennenstube
Erforderliche Wanderkarten TK 50: Freizeitkarte Blatt 524 Bad Urach
TK 35: Blatt 26 Ehingen – Münsingen

 

Allgemeines

Degenhart I. von Degeneck – so hieß die Burg bis ins 16. Jhdt. – aus dem Geschlecht derer von Niedergundelfingen erbaute die Burg vor 1350. Später fiel sie an die Grafen von Helfenstein und dann an die Fürstenberger, und schließlich an das Königreich Württemberg, das im 19. Jhdt. eine Försterstelle in der Burg einrichtete. Vom Schwäbischen Albverein wurde die Burg 1967 in Erbpacht übernommen und schließlich käuflich erworben. Mit viel Eigenarbeit wurde im Försterhaus ein Wanderheim eingerichtet; in der Tenne kamen ein Kiosk und die Burgschänke dazu Dort werden die Tagesgäste (bis 60 Personen) mit Kaffee, Kuchen und Vesper bewirtet. Bei Gruppen mit mehr als 12 Personen wird eine Voranmeldung empfohlen.
Von der Burg stehen noch die Ringmauer, das “Steinhaus” (eine Schildmauer) mit Aussichtsplattform, sowie als Hauptgebäude das Försterhaus. Zwei Aufenthaltsräume mit ihren Kachelöfen verbreiten eine heimelige Atmosphäre. Die Plattform auf dem Steinhaus gewährt eine reizvolle Rundsicht und lädt zu abendlichem Erzählen oder Singen ein. Die Burg und ihre Lage bilden eine vollendete Naturidylle. Einige hundert Meter vor der Burg befinden sich ein großer Kinderspielplatz und mehrere Grillstellen.

 

Anfahrt und Zugänge:

Achtung! Unsere Routenbeschreibungen – Zugänge, Wanderungen und Radwanderungen – sind nur anhand der Wanderkarte verständlich. Diese muss auch während der Wanderung ständig zur Orientierung herangezogen werden.

Mit der Bahn:

auf der Strecke 755 – Ulm – Sigmaringen – Tuttlingen; auf dieser Strecke verkehren nur Eilzüge; diese halten für Gruppen jedoch auf Anforderung an den genannten Bahnhöfen. Der Halt muss vorher angemeldet werden (beim Bahnhof, der die Gruppenfahrkarte verkauft), und kostet eine Gebühr. Einzelwanderer müssen mit dem Bus anfahren

  • Vom Bahnhof Rechtenstein – weiter über Unterwilzingen – Lautertal, 13 km
  • Vom Bahnhof Zwiefaltendorf – weiter über Zwiefalten – Glastal – Münzdorf, 22 km

 

Mit dem Bus

Das Wandergebiet wird von den zwei Buslinien Metzingen – Münsingen – Buttenhausen – Riedlingen und Reutlingen – Zwiefalten – Riedlingen erschlossen. Beide Linien werden an schulfreien Tagen nur sehr spärlich bedient.
Auskunft: RAB, Münsingen, Tel.: 0 73 81 / 9 39 40

Routen zur Burg von den Haltestellen:

  • Im Lautertal, Abzweigung nach Münzdorf, 1 km
  • Gundelfingen – Aufstieg über den Bergsporn nordwestlich von Gundelfingen zum TP 708 und auf dem SAV-Weg zunächst mit gelber Raute, dann mit rotem Strich (HW 5 und Burgenweg) zur Burg, 4 km
  • Indelhausen – Weiler – Käpfle, 4 km
  • Hayingen – Hayinger Tal – Aufstieg über die Gerberhöhle zur keltischen Befestigungsanlage Alt-Hayingen (über der Gerberhöhle ist ein aussichtsreicher Felssporn leicht zu begehen) – Indelhausen – Weiler – Käpfle – Burg, 9 km

Mit dem PKW und Reisebus:

Zufahrt bis zum Grill- und Spielplatz, 5 Min. unterhalb der Burg, Übernachtungsgäste können zum Ent- und Beladen in den Burghof fahren.

 

Wanderungen

Das Große Lautertal ist in allen seinen Talabschnitten von der Quelle in Offenhausen bis zur Mündung bei Obermarchtal so schön und abwechslungsreich, daß viele Kombinationen kürzerer und längerer Strecken möglich sind, zumal über dem Tal nicht weniger als 12 Burgen bzw. Ruinen stehen. Herausragende Ziele sind: Die Ruinen Hohenhundersingen, Bichishausen, Hohengundelfingen, Schülzburg, Maisenburg und Wartstein. Der Talabschnitt von Anhausen bis zur Mündung ist – bis auf wenige hundert Meter  – ohne Autostraße, und zudem belebt vom Wasserfall des Hohen Gießels. Drei Wanderungen als Beispiel:

  • Kurzwanderung: Burg Derneck – auf dem HW 5 (zugleich Burgenweg) zum Käpfle – Abstieg über dessen Nordgrat ins Lautertal, jenseits der Brücke auf der K 6769 ca. 400 m nach Süden zur Bettelmannshöhle – zurück zum P am Fuß des Burgfelsens – von diesem über den Kinderspielplatz zur Burg, 2 km
  • Von der Burg auf dem HW 5, später mit gelber Raute in Richtung Steighof, vor diesem über den Berggrat nach Gundelfingen absteigen, und rechts der Lauter (in Fließrichtung = orographisch) bis Hundersingen – Ruine Hohenhundersingen – Abstieg zur Straßeneinmündung der K 6771 von Bremelau, von dieser nach wenigen Metern auf etwas verwachsenem Fußpfad zum Reichhartsberg – von dessen aussichtsreicher Südecke über einen kleinen Grat nach Bichishausen absteigen – Aufstieg vorbei an einem Grillplatz zur kleinen Straße nach Dürrenstetten; von der scharfen Kurve bei einer Grillstelle und einem Wanderparkplatz auf Fußweg zur Ruine Hohengundelfingen – Abstieg nach Wittsteig – auf dem HW 5 zur Burg, 12 km
  • Von der Burg auf dem HW 5 nach Indelhausen – auf dem SAV-Weg mit gelber Gabel zur keltischen Fliehburg Althayingen – zum Aussichtsfelsen an dessen Südecke – Abstieg über die Gerberhöhle ins Lautertal – rechts des Flusses bis zur Brücke unterhalb des Hohen Gießels – Aufstieg zum Wartstein (nicht bei nassem Fels, Rutschgefahr!!) – zurück auf der orographisch linken Seite des Flusses – vor Anhausen kurzer Aufstieg zur Ruine Schülzburg – Anhausen – Indelhausen – Weiler – Burg, 13 km

 

Radwanderungen

  • Burg – Ehestetter Tal – Ehestetten – Weidental – Hohenstein-Ödenwaldstetten (mit sehenswertem Bauernhausmuseum) – auf der wenig befahrenen K 6735 mit Querung des Pfaffentales nach Marbach (dort das Landesgestüt, die Ställe sind zugänglich) auf dem Radweg das Lautertal abwärts bis zur Burg Derneck, 37 km
  • Burg – Indelhausen – auf dem Radweg immer im Lautertal abwärts bis Lauterach – Talheim (bei Alpensicht Abstecher zum Hochberg) – zur L 249 oberhalb von Rechtenstein – Oberwilzingen – Richtung Sonderbuch – vor Sonderbuch nach Norden in Richtung Hayingen abbiegen – Hayingen – am Bürstentäle nach Münzdorf abbiegen – über Münzdorf zur Burg, 33 km

 

Bootsfahrten

Bootsfahrten auf der Großen Lauter sind vom 15. März bis 30. Juni zum Schutz der Vogelbrut verboten. Nur in der Zeit vom 1. Juli bis 30. September darf die Große Lauter von Montag bis Freitag mit Booten befahren werden. Anmeldung für Bootsfahrten beim Kanuverleih Volker Schmack, Langes Tal 5, 7420 Münsingen-Bichishausen, Tel: 07383/408, Fax: 07383/432, www.kanutouren.com, Email: info@kanutouren.com

 

Literatur:

  • Aus der Reihe „Natur – Heimat – Wandern“ des Schwäbischen Albvereins: Willi Siehler „Das große Wanderbuch der Schwäbischen Alb – 130 Wanderungen zwischen Küssaburg und Ries“, Theiss Verlag, 4. Aufl. 2012, Interessantes aus Geologie, Natur, Klima , Boden, Pflanzenwelt und Tierwelt, Kulturgeschichte von der Steinzeit bis heute, mit 250 Farbfotos, 120 Wanderkärtchen, 498 Seiten, ISBN 978-3-8062-2726-0
  • Helmut Hecht „Burgen-Weg Reutlingen – Obermarchtal – Zwiefalten – vom Neckarland zur Donau“ vom Schwäbischen Albverein e.V Lichtensteingau, 7. Aufl. 2012, 1 Übersichtskarte, 13 Zeichnungen, 68 Seiten, ISBN 978-3-920801-68-1
  • Gunter Haug und Manfred Waßner „Im Tal der Burgen – das Große Lautertal auf der Schwäbischen Alb“, G. Braun Buchverlag, 2. Aufl. 2000, 97 farbige Fotos, umfangreicher Textteil, 127 Seiten, ISBN 978-3-7650-8453-9
  • Schwäbische Alb – Wanderungen auf dem Nordrand- und Südrand-Weg (HW1 + 2), 1. Auflage 2008, Wanderung von Ulm bis Tuttlingen, Kartenskizzen, 334 Seiten, ISBN 978-3-8062-2203-6