Römersteinturm bei Donnstetten, Kreis Reutlingen

Daten und Fakten
Allgemeines
Aussicht
Wanderungen
Literatur

 

Daten und Fakten

Höhe über NN: 874 m
Höhe des Turms: 28 m
Öffnungszeiten: In der Wanderzeit Sa/So/F geöffnet, sonst Schlüssel bei
Klaus Ruß, Lindenstr. 6, Donnstetten, 07382/1375,
Wilfried Maldoner, Im Roten Hof 12, Donnstetten, 07382/5296,
Gudrun Ruess, Maisenweg 6, Donnstetten, 07382/1573,
Verwaltungsstelle Donnstetten, 07382/384,
Bürgermeisteramt Böhringen, 07382/9398-0,
Gasthof Hirsch, Böhringen, 07382/9397-0,
Gasthof Engel, Zainingen, 07382/388,
Harpprechthaus bei Schopfloch, 07026/2111,
Nächste Parkmöglichkeit: Mehrere P an den Straßen um den Römerstein, so an der L 252 und an der K 6704, außerdem in Donnstetten
Eintritt: Erwachsene  € 0,50, Kinder € 0,25; – für Mitglieder und deren Familie ist gegen Vorlage des Mitgliederausweises der Eintritt frei. Als Mitglied gelten alle Mitglieder eines Wandervereins, der seinerseits dem Deutschen Wanderverband angehört.
Lage: Karte-Roemersteinturm
Geobasisdaten © Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung, www.lgl-bw.de, Az.:2854.5-SAV, 2011
Anmerkung: Anklicken der Karte erzeugt vergrößerte Darstellung.
UTM Koordinaten: 32N E 540176 N 5373170
GPS Koordinaten: N 48.51036° E 009.54397°
Erforderliche Wanderkarten: Blatt 19 Reutlingen – Bad Urach oder
Blatt 20 Geislingen – Blaubeuren oder
Freizeitkarte Blatt 524 Bad Urach

 

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Allgemeines

Der 1912 auf der höchsten Erhebung der Mittleren Alb errichtete Turm besteht aus einer verschalten Holzkonstruktion auf massivem Sockelgeschoß. Auf der Aussichtsplattform sind Orientierungstafeln angebracht; zwei Grillstellen liegen neben dem Turm. Der Name geht nicht auf die Römer zurück, sondern auf eine Familie Rem, die schon 1356 genannt wurde. Schon 1899 wurde ein nicht mehr gebrauchtes Vermessungsgerüst als begehbare Aussichtsplattform hergerichtet, das jedoch schon 1904 wegen Witterungsschäden abgebrochen wurde. Für den zu bauenden Turm wurde eifrig um Spenden geworben. Im Sommer 1912 konnte dann der neue Turm bei 9.500,- Mark Baukosten eingeweiht werden.

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Aussicht

Der Blick vom Turm schaut auf eine alte und auf eine junge Landschaft: Richtung Osten, Süden und Südwesten schweift der Blick über die Kuppen der mittleren Alb mit  Wäldern,  Wiesen, Feldern und Siedlungen. Diese Landschaft ist das Werk des Wassers und Windes während vieler Millionen Jahre. Dagegen blickt man nach Westen tief hinab in das Tal der Lenninger Lauter, die sich erst in den letzten Jahrmillionen  tief in den Albkörper eingeschnitten hat. An der nahen Pfulb hat sie den Oberlauf der Ur-Fils (diese war wieder ein Zufluss der Ur-Lone) abgezapft und so das Tal „geköpft“. Zwischen Brucker Fels auf der Baßgeige und Gelbem Felsen am Teckberg tritt die Lauter ins Albvorland hinaus. Unterhalb der Teck ist der Engelhof zu erkennen, etwas rechts davon die Ruine Wielandstein und der Hohgreutfels und ziemlich nahe, oberhalb von Gutenberg, der Weiler Krebsstein mit dem Wasserfelsen, auf dem einst die Burg Wuelstein stand. Im Norden sind Reußenstein, Erkenberg und Boßler markante Punkte am Albtrauf. Nordöstlich ist der Einschnitt des oberen Filstales zwischen Wiesensteig und Geislingen deutlich zu erkennen, – etwas rechts davon der Fernmeldeturm Duchstetten. Die drei Kaiserberge, Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen, sind über dem Albtrauf gerade noch zu sehen. Im Westen zeigen die Kalkfelsen den Rand des Ermstales.

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Wanderungen zum und vom Turm:

Unsere Routenbeschreibungen – Zugänge, Wanderungen und Radwanderungen – sind nur anhand der Wanderkarte verständlich. Diese muss auch während der Wanderung ständig zur Orientierung herangezogen werden.

  • Vom Bahnhof Oberlenningen auf dem Römerweg (SAV-Weg mit roter Raute) in Richtung Gutenberg, dort mit roter Gabel ins Donntal abbiegen und hinauf zum Gewann „Fuchslöcher“ und mit gleichem Zeichen zum Turm, 10 km
  • Vom Bahnhof Bad Urach über die Falkensteiner Höhle – Große Schrecke – Strohweiler – Älbe zum Turm. Vom Bahnhof Bad Urach fährt ein Bus bis zu den letzten Häusern im Pfähler Tal. Die rote Gabel führt zu einem sehr schönen Grillplatz vor der Falkensteiner Höhle, vorbei an deren großartigem Höhlenportal und weiter zur Schrecke (mit kleinem Abstecher zum Schreckenfels) immer mit der roten Gabel, dann im hintersten Winkel der Großen Schrecke mit dem gelbem Dreieck ins Erdtal abbiegen, – hier genau nach Karte gehen – die weitere Strecke ohne Zeichen nach der Karte – durch ein Seitental des Erdtales hinauf nach Strohweiler, ca. 500 m auf dem wenig befahrenen Kreissträßchen K 6705 bis zur Kurve – auf den Waldrand zu – dann hinauf zur flachen, aber aussichtsreichen Kuppe der Älbe und von dieser auf unbezeichneten Waldwegen zum Turm, 13 km
  • Bushaltestellen sind an der B 465 bei den Fuchslöchern (an der Abzweigung der K 6704 von der B 465) und in Donnstetten, sowie Böhringen. Der Zugang zum Turm ist nach der TK leicht zu finden.
  • Von der Bushaltestelle in Neidlingen zunächst mit dem blauen Dreieck hinein ins Lindachtal. Links oben thront auf hohem Fels die Ruine Reußenstein – dann nicht dem Zeichen folgen, sondern bis zur Grillhütte im Tal bleiben – auf einem Feldweg steil aufwärts und auf einem Pfad zum Wald und zum Neidlinger Wasserfall – neben den Tuffgebilden steil hinauf zum Forstweg und zur Quellspalte des Höhlenbaches – ein paar m bergab und auf dem Weg mit blauer Gabel steil hinauf zur Ruine – zum Bahnhöfle auf dem Schwäbischen-Alb-Nordrand-Weg (= HW 1, rotes Dreieck) – muß der Turmschlüssel in Donnstetten abgeholt werden, geht’s mit roter Raute, vorbei am Gewann Schinderin nach Donnstetten, 12 km
  • Von der Bushaltestelle Wiesensteig das Filstal aufwärts zur Papiermühle, dann auf der orographisch (in Fließrichtung) linken Seite der jungen Fils bis zu deren Quelltopf (unterwegs schöne Grillplätze) – auf dem Schwäbischen-Alb-Oberschwaben-Weg (= HW 7) zur Schertelshöhle dann mit roter Gabel nach Donnstetten, 12 km

 

Literatur:

  • Aus der Reihe „Natur – Heimat – Wandern“ des Schwäbischen Albvereins: Willi Siehler „Das große Wanderbuch der Schwäbischen Alb – 130 Wanderungen zwischen Küssaburg und Ries“, Theiss Verlag, 4. Aufl. 2012, Interessantes aus Geologie, Natur, Klima , Bodenkunde, Pflanzenwelt und Tierwelt, Kulturgeschichte von der Steinzeit bis heute, mit 250 Farbfotos, 120 Wanderkärtchen, 496 Seiten, ISBN 3-8062-2726-0.
  • Rainer Fieselmann „Reutlinger und Uracher Alb“, Silberburg Verlag, 1. Aufl. 2005, Bildband, Erläuterungen in Deutsch, Englisch und Französisch, mehr als 100 großformatige Aufnahmen, 100 Seiten, ISBN 3-87407-650-4.

 

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