Lichteler Landturm bei Creglingen, Main-Tauber-Kreis

Daten und Fakten
Allgemeines
Aussicht
Wanderungen
Literatur

 

Daten und Fakten

Höhe über NN: 455 m
Höhe des Turms: 15 m
Öffnungszeiten: Schlüssel bei Landwirt Albert Stein neben dem Turm; Gruppen bitte vorher anmelden über 07939 / 483
Nächste Parkmöglichkeit: direkt am Turm
Lage: Karte-LichtelerLandturm
Geobasisdaten © Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung, www.lgl-bw.de, Az.:2854.5-SAV, 2011
Anmerkung: Anklicken der Karte erzeugt vergrößerte Darstellung.
UTM Koordinaten: 32N E 574679 N 5473763
GPS Koordinaten: N 49.41196° E 010.02954°
Erforderliche Wanderkarte: Blatt 5 Rothenburg – Kirchberg    oder
Freizeitkarte Blatt 515 Bad Mergentheim

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Allgemeines

Der Lichteler Landturm ist ein Überbleibsel der Rothenburger Landhege, die im 15. Jhdt. zum Schutz des Reichsstädtischen Territoriums angelegt wurde. Diese Landhege – Wall und Graben mit undurchdringlichem Dornengestrüpp zugewachsen – konnte den Angriff selbst eines kleinen Heeres nicht abwehren; jedoch bot sie vor Räubertrupps und allerlei Gesindel ausreichend Schutz. Im Zuge dieser Landhege wurde der Torturm um das Jahr 1430 erbaut. Die Reichsstadt besaß ein großes Landgebiet, das nur noch von den Reichsstädten Nürnberg, Ulm und Schwäbisch Hall übertroffen wurde (auch die Haller hatten eine derartige Landhege angelegt). Heute dient der Turm der Ortsgruppe Creglingen des Schwäbischen Albvereins als Vereinsheim. Von der Creglinger Ortsgruppe wurde der Turm im Jahr 1980 instand gesetzt und liebevoll ausgebaut. Der Hauptraum wurde von einem Rothenburger Künstler mit Fresken im Stil der alten Zeit ausgemalt.

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Aussicht

Über die nahezu topfebenen Muschelkalkhöhen zwischen Vorbach und Tauber hinweg kann der Besucher vor allem die Fahrstraße in beiden Richtungen beobachten – wie vor 500 Jahren als die Wächter der Reichsstadt den Verkehr auf den Handelsstraßen zu beobachten hatten. Trotz der geringen Höhe des Turmes schweift der Blick ringsum weit über die Ebene hinweg und wird nur im Osten und Süden von den Höhen des Frankenwaldes (östl. von Rothenburg) und des Schwäbisch-Fränkischen Waldes im Süden aufgehalten. Im Norden ist der Einschnitt des Herrgottsbaches zu sehen und im Osten ist das Taubertal gut auszumachen, überragt von der türmereichen Stadt Rothenburg. Bei klarer Sicht kann im Süden der Turm auf dem Burgberg gesehen werden und im Südwesten vielleicht die Silhouette der Stadt Waldenburg.

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Wanderungen zum und vom Turm:

Unsere Routenbeschreibungen – Zugänge, Wanderungen und Radwanderungen – sind nur anhand der Wanderkarte verständlich. Diese muss auch während der Wanderung ständig zur Orientierung herangezogen werden.

  • Nächster Bahnhof ist Niederstetten im Vorbachtal – auf dem SAV-Weg mit blauem Kreuz nach Wermutshausen, dann ohne Zeichen auf Feld- und Waldwegen südl. der K 6824 nach Dunzendorf – dann zum Wald Häften und zum Landturm, 12 km
  • Vom Bahnhof Schrozberg – zunächst auf dem Frankenweg (= HW 8 mit rotem Strich) in den Wald Geistholz – dann ohne Zeichen durch den Einwald zum Schönhof – Heimberg – zum TP 478 – durch den Wald Häften zum Turm, 14 km
  • Bushaltestelle Wildentierbach (wird nur an Schultagen angefahren) – ohne Zeichen durch den Wald Häften zum Turm, 5 km
  • Bushaltestelle Creglingen – auf dem Main-Donau-Bodensee-Weg (= HW 4, gleichlaufend auch der E 8 und der bayerische Main Donauweg D) vorbei an der Herrgottskirche mit dem Riemenschneideraltar bis Münster, dann mit blauem U im Berghang und im Talgrund des Schmerbaches bis Lichtel und zum Turm, 11 km
  • Bushaltestelle Rothenburg ob der Tauber – auf dem Main-Donau-Bodensee-Weg (= HW 4, zugleich auch E 8 und Main-Donau-Weg D = M/D) ins Taubertal hinab nach Detwang – tauberabwärts bis Seldeneck – vorbei an Schonach (wenige hundert m östlich Reste der Ringwälle der keltischen Fliehburg Finsterlohr) – Finsterlohr – im Waldgebiet westl. von Finsterlohr ohne Zeichen zum Seitental unter dem Kräuselberg abbiegen, das hinunter ins Tal des Schmerbaches führt – mit Zeichen blaues U zum Landturm, 18 km

 

Radwanderungen

Radwanderern bieten das Hohenloher Land und der Taubergrund eine Fülle von Möglichkeiten. Der Verkehr ist in diesen Gegenden sehr viel geringer als in den Ballungsräumen, weshalb auch auf den meisten Autostraßen mit Genuss gefahren werden kann. Neben Flusstälern mit leichtem, angenehmem Gefälle verteilen sich über das ganze Land kleine Städtchen mit reizvollen Stadtbildern, viele von ihnen mit Schlössern. Herausragend sind Rothenburg ob der Tauber, Creglingen, Weikersheim, Bad Mergentheim. Sehr viele Dörfer bieten noch ein geschlossenes harmonisches Ortsbild. Fahrradrouten sind anhand der Karte leicht zusammenzustellen.

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Literatur:

  • Brunhilde Bross-Burkhardt „Hohenlohe – Der Reiseführer“, Swiridoff Verlag, 2. Aufl. 2005, Reiseführer zu Städten, Residenzen, Burgen und Klöstern, Hinweise zu Geologie, Geschichte und Kultur; ausführl. Infoteil, zahlreiche kleine farbige Abb. 192 Seiten, ISBN 389929-019-4.
  • Aus der Reihe „Natur – Heimat – Wandern“ des Schwäbischen Albvereins: Hans Mattern, Jürgen Schedler und Manfred Steinmetz „Bahnausflüge zwischen Neckar und Tauber“, Theiss Verlag, 1. Aufl. 2000, mit 40 Wanderungen, Stadtbesichtigungen im Umkreis von 80 km um Stuttgart, Ausgangs- und Endpunkte sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, farbige Fotos, Kartenskizzen, 249 Seiten, ISBN 3-8062-1537-5.
  • Carlheinz Gräter + Jörg Lusin „Schlösser in Hohenlohe“ Silberburg Verlag, 1. Auflage 2005, besprochen werden 24 Schlösser mit ihrer Geschichte, zugehörigen Geschichten und ihrer Architektur, 95 teils ganzseitige Abb. mehrere s/w Zeichnungen, 168 Seiten, ISBN-10: 3-87407-685-2.

 

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