Jubiläumsturm bei Plochingen, Kreis Esslingen

 

Daten und Fakten
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Aussicht
Wanderungen
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Jubiläumsturm Plochingen

 

Daten und Fakten

Höhe über NN: 399 m
Höhe des Turms: 14 m
Öffnungszeiten: So/F, in den Wintermonaten geschlossen, sonst Schlüssel gegen Kaution beim Cafe Morlock (gegenüber des Turmes auf dem Teckplatz)
Nächste Parkmöglichkeit: Am Turm, ca. 5 Parkplätze
Lage: Karte-Jubilaeumsturm
Geobasisdaten © Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung, www.lgl-bw.de, Az.:2854.5-SAV, 2011
Anmerkung: Anklicken der Karte erzeugt vergrößerte Darstellung.
UTM Koordinaten: 32N E 531700 N 5395838
GPS Koordinaten: N 48.71476° E 009.43094°
Erforderliche Wanderkarten: Blatt 13 Göppingen – Schorndorf oder
Freizeitkarte Blatt 520 Stuttgart

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Allgemeines

Schon 1891 wurde „auf der Steige“ am flachen Abfall des Schurwaldes zum Fils- und Neckartal hin ein 12 m hohes Holzgerüst errichtet – ein Vorläufer des heutigen Aussichtsturmes, der 1938 zum 50-jährigen Jubiläum des Schwäbischen Albvereins aus dem vor Ort vorkommenden Angulatensandstein erbaut wurde. Die Lage über den ehemals freien Abhängen mit Blick hinab ins Neckartal und hinüber zur nahen Kette der Albberge ist landschaftlich äußerst reizvoll.

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Aussicht

Wenn sich um die Mittagszeit die Sonne im Neckar und in den Baggerseen spiegelt und die Alb aus dem Dunst über dem Vorland auftaucht, liegt über der Landschaft ein märchenhafter Zauber, und das auch heute noch, obwohl das Umfeld des Turmes fast gänzlich überbaut ist. Bis 1949 war das einzige Gebäude in der Nähe des Turmes der Stumpenhof. Heute liegt südlich vom Turm das Kreiskrankenhaus, westlich und nordöstlich neue Stadtteile. Im Tal können keine Flächen mehr ausgewiesen werden, deshalb mussten neue Siedlungen auf die Hänge über dem Tal ausweichen. Am Albtrauf sind einzelne Berge zu erkennen. Beherrschend ist die Teck, die sich in 14 km Entfernung als steiler Kegel majestätisch aufbaut. Östlich davon dann Breitenstein, Limburg, Aichelberg und darüber der Boßler mit den Blößen, die teils durch Rutschungen, teils durch Flugzeugabstürze entstanden sind, dann Kornberg (mit den zwei Waldstücken auf seinem Gipfelplateau) das steil aufragende Fuchseck, Wasserberg, und jenseits der Fils dann Hohenstein, Messelberg und Kaltes Feld. Vorgelagert sind die Dreikaiserberge Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen. Westlich der Teck zeigt sich die bekannte Abfolge: Baßgeige, Hohenneuffen, Jusi und Hörnle (dies mit der steilen Abbauwand des früheren Steinbruches), Achalm, Roßberg, Dreifürstenstein, Hohenzollern und – nur bei ganz klarer Sicht – der Plettenberg mit seinem Fernmeldeturm. Nach Westen ist das Neckartal ausgefüllt mit Siedlungen, Industrieanlagen und Verkehrsbauten. Die zwei Riesenschornsteine der früheren Neckarwerke beherrschen das Bild.

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Wanderungen zum und vom Turm:

Unsere Routenbeschreibungen – Zugänge, Wanderungen und Radwanderungen – sind nur anhand der Wanderkarte verständlich. Diese muss auch während der Wanderung ständig zur Orientierung herangezogen werden.

Zugänge von Bahnhöfen

  • Plochingen – auf dem SAV-Weg mit blauem Punkt durch den Stadtkern und durch Siedlungen zum Turm, 2 km
  • Von Reichenbach zwei Möglichkeiten:
    • Auf der alten Bundesstraße (jetzt L 1192) zum westl. Ortsende, dann nach rechts zunächst am Rande  der neuen Siedlung, dann nach links auf den noch freien Höhenrücken, der bald eine schöne Ausicht freigibt. Ein Feldweg führt hinauf zur Siedlung am Stumpenhof, 3 km
    • Von Reichenbach das Lützelbachtal aufwärts und nach ca. 2 km auf dem SAV-Weg mit blauem Punkt nach links aufwärts, der Weg führt direkt zum Turm, 3 km
  • Von Winterbach auf dem SAV-Weg mit blauem Strich vorbei am Stausee und hinauf zur Kaiserstraße (K 1865) und nach Hohengehren – im Ort kommt von Schlichten her der Baden-Württemberg-Weg (mit rotem Strich und grünem Baum), dem wir bis zur großen Straßenkreuzung beim Weißen Stein (die L 1150 und die L 1201) folgen. Nach Querung der L 1201 biegt unser Weg mit blauem Kreuz zum Turm nach Plochingen ab, 15 km
  • Von Endersbach auf dem SAV-Weg mit blauem Kreuz nach Strümpfelbach – weiter mit blauem Punkt in den hintersten Talwinkel des Strümpfelbaches. Bald nach Strümpfelbach hört man einen Wasserfall rauschen; ein paar Schritte hinüber zum Bach lohnen sich. Hinauf nach Schanbach und vom östl. Ortsrand ohne Zeichen nach Aichschieß zu einem anderen Weg mit blauem Punkt – auf diesem bis zum Weißen Stein; dort ein paar m auf dem Wanderweg Baden-Württemberg, dann auf den Weg mit blauem Kreuz abbiegen, der zum Turm führt, 12 km

 

Zugänge von Bushaltestellen

  • Vom Busbahnhof beim Bahnhof verkehren in kurzen Zeitabständen Busse zum Stumpenhof
  • Vom Straßensattel zwischen Esslingen und Stetten immer auf dem Kamm des Schurwaldes zunächst auf dem SAV-Weg mit rotem Strich, später auf dem Wanderweg Baden-Württemberg (= HW 3, grüner Baum mit rotem Strich) – vor der Straßenkreuzung beim Weißen Stein mit blauem Kreuz nach rechts abbiegen und zum Turm, 12 km
  • Von Schnait auf dem SAV-Weg mit rotem Kreuz hinauf nach Aichelberg – weiter zu den Drei Linden, ab dort weiter mit Zeichen blauer Punkt – Krummhardt – Aichschieß – im Gunzenhau zum Wanderweg Baden-Württemberg – auf diesem ca. 250 m nach rechts (Süden) – bei der nächsten scharfen Wegbiegung mit dem Zeichen blaues Kreuz zum Turm, 12 km
  • Von allen Esslinger Höhenorten (Rüdern, Wäldenbronn, Liebersbronn, Hegensberg, Kimmichsweiler) kann der Schurwald-Kammweg (meist Wanderweg Baden-Württemberg) angewandert werden – auf diesem dann vorbei an der Straßenkreuzung beim Weißen Stein, dort mit dem Zeichen blaues Kreuz nach rechts zum Turm abbiegen

Von allen Schurwaldorten im Bereich Esslingen – Plochingen – Schorndorf – Endersbach kann der Jubiläumsturm angewandert werden; die sichere Orientierung nach der Karte ist Voraussetzung

Radwanderungen

  • Teckplatz – Plochinger Ebene – Schlösslesplatz – Hohengehren
    Streckelänge einfach: ca. 6 km
  • Teckplatz – Plochinger Ebene -Jägerhaus (Esslingen)
    Streckenlänge einfach ca. 8 km
  • Start am Bahnhof Plochingen – Markierung blaues Kreuz zum Jubiläumsturm (2 km) – Markierung blauer Punkt zur Bühleiche – weiter nach Baltmannsweiler – Hohengehren – Engelberg – ab hier Markierung rotes Kreuz nach Winterbach (von hier S-Bahn-Anschluss)
    Streckenlänge einfach ca. 14 km

 

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Literatur:

  • Aus der Reihe „Natur – Heimat – Wandern“ des Schwäbischen Albvereins: Egon Schraitle „Schurwald – Esslingen – Filder“, Theiss Verlag, 2. Aufl. 1998, mit Aufsätzen zu Geologie, Natur, Kultur, Geschichte, 43 Wandervorschlägen, zahlreichen farbigen und s/w Abb. Stadtplänen, 254 Seiten, ISBN 3-8062-1344-5.
  • Dieter Buck „Ausflugsziel Schwäbisch-Fränkischer Wald“, Silberburg Verlag, 2. Aufl. 2007, 22 Wanderungen und Radtouren, zahlreiche Infos, zahlreiche farbige Abb. Wegeskizzen, 167 Seiten, ISBN 3-87407-648-2.

 

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