Hohe-Warte-Turm beim Gestütshof St. Johann, bei Bad Urach, Kreis Reutlingen

Daten und Fakten
Allgemeines
Aussicht
Wanderungen
Literatur

Hohe Warte (Stand: 2010)

 

Daten und Fakten

Höhe über NN: 820 m
Höhe des Turms: 23 m
Öffnungszeiten: So/F geöffnet, doch in den Wintermonaten geschlossen; sonst Schlüssel im Gestütshof St. Johann, 07122/9296 oder bei Herrn Strobel im Fohlenhof, 07122/9633, der Schlüssel kann bei der einen Stelle abgeholt und bei der anderen wieder abgegeben werden.
Eintritt: Erwachsene € 0,50, Kinder € 0,25; Mitglieder und deren Familien haben freien Eintritt, ebenso auch die Mitglieder aller Vereine, die ihrerseits dem Deutschen Wanderverband angehören.
Nächste Parkmöglichkeit: Am Fuße der Hohen Warte, Zufahrt vom Gestütshof St. Johann, oder beim Gestütshof
Lage: Karte-HoheWarteTurm
Geobasisdaten © Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung, www.lgl-bw.de, Az.:2854.5-SAV, 2011
Anmerkung: Anklicken der Karte erzeugt vergrößerte Darstellung.
UTM Koordinaten: 32N E 524558 N 5371065
GPS Koordinaten: N 48.49223° E 009.33239°
Erforderliche Wanderkarten: Blatt 19 Reutlingen – Bad Urach oder
Freizeitkarte Blatt 524 Bad Urach

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Allgemeines

Auf der flachen Kuppe der Hohen Warte, nur 1 km hinter dem Albtrauf, gab es schon 1896 einen Hochstand, 1905 dann ein Aussichtsgerüst, bis schließlich 1923 der gemauerte Aussichtsturm errichtet wurde. Er sollte auch als Ehrennmal an die gefallenen Soldaten des I. Weltkrieges erinnern. Ein Gedenkstein am Fuße des Turmes ruft zusätzlich zur Erinnerung und Besinnung. Heutzutage veranstaltet der Schwäbische Albverein eine Gedenkfeier an die Opfer der beiden Weltkriege für Mitglieder und Nichtmitglieder jeweils am 2. Sonntag im Oktober. Auf der Turmplattform befinden sich Richtungsweiser. Neben dem Turm wurde eine Feuerstelle eingerichtet.

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Aussicht

Die Aussicht von der Hohen Warte ist – ähnlich wie beim Römersteinturm – zweigeteilt: Nach Westen und Nordwesten blickt man weit hinaus ins Albvorland zur Furche des Neckartales, zum Schönbuch und zu den Stuttgarter Wäldern und nach Norden bis zu den Höhen der Keuperwaldberge. Die Schornsteine der Neckarwerke in Altbach sind zu sehen und mit einem Fernglas auch der Turm auf dem Kernen. Schön ist der Blick auf die weiten Wiesen und Randfelsen des Dettinger Roßberges. Auch der tiefe Taleinschnitt des Ermstales mit Hohenwittlingen kann entdeckt werden. Da wir hier in einem Gebiet der Alb sind, wo zu Anfang des Albvereins am meisten Ortsgruppen entstanden sind und sehr viel gewandert wurde, finden sich in der näheren und weiteren Umgebung der Hohen Warte noch weitere Aussichtstürme: Römerstein, Teckturm, Sternberg, Augstberg, auf dem Gönninger Roßberg, Schönbergturm. Im Westen breitet sich auf der Albhochfläche die Eninger Weide aus, an deren Nordrand das Hochbecken des Glems-Speicherwerkes zu erkennen ist. Tübingen mit seinen neuen Stadtteilen auf den umliegenden Höhen und westlich davon die Wurmlinger Kapelle sind kaum zu übersehen. An besonderes klaren Tagen können auch von diesem Aussichtsturm die Alpen gesehen werden.

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Wanderungen zum und vom Turm:

Unsere Routenbeschreibungen – Zugänge, Wanderungen und Radwanderungen – sind nur anhand der Wanderkarte verständlich. Diese muss auch während der Wanderung ständig zur Orientierung herangezogen werden.

  • Vom Bahnhof Neuhausen auf dem SAV-Weg mit blauem Dreieck, vorbei am Linsenbühl zum Grünen Fels und mit roter Raute zum Turm, 6 km
  • Vom Bahnhof Wasserfall auf dem SAV-Weg mit blauem Dreieck über die Gütersteiner Wasserfälle bis zum Fohlenhof, dann auf dem Schwäbischen-Alb-Nordrand-Weg (= Hauptwanderweg 1 = HW 1 mit Zeichen rotes Dreieck, dessen Spitze immer in Wegrichtung Tuttlingen zeigt) zum Turm, 5 km
  • Vom Bahnhof Wasserfall auf etwas weiterem Weg zunächst zum Uracher Wasserfall (Weg mit blauem Dreieck), von der Hochwiese über dem Uracher Wasserfall dann durch die Hölle (mit roter Gabel) zum Sattel vor dem Runden Berg und hinab zu den Gütersteiner Wasserfällen, 6,5 km – oder noch etwas weiter und mit mehr Auf und Ab: Von der Hochwiese auf dem HW 1 hinauf zur Felsgruppe der Rutschenfelsen mit ungewöhnlich schöner Aussicht ins Brühltal, zur Festungsruine Hohenurach und hinüber zum Hohenneuffen, nach den Rutschenfelsen auf einem unbezeichneten, jedoch breiten Forstweg (siehe TK) hinab zum Forststräßchen zu den Gütersteiner Wasserfällen – und dann wieder weiter über den Fohlenhof, 7,5 km; diese Variante führt zu den schönsten Punkten im Bereich um den Uracher Wasserfall.
  • Vom Bahnhof Reutlingen durch die Reutlinger Altstadt (der SAV-Weg mit blauem Dreieck verläuft am Rand der Altstadt, an der Stelle der früheren Stadtmauer) und dann hinauf zur Ruine der ehemaligen starken Reichsburg auf der Achalm. Abstieg nach Eningen und mit dem gleichen Zeichen wieder hinauf zur Aussichtskanzel über dem Geißberg. Oben auf der Höhe sind wir dann schon auf den weiten Flächen der Eninger Weide, die immer wieder von einzeln stehenden alten Hutebäumen bereichert wird. Bei genauer Beobachtung der Karte ist der Weg zum Turm nicht zu verfehlen, 13 km
  • Die nächste Bushaltestelle ist beim Gestütshof St. Johann, von dort auf dem HW 1 nach 1,5 km zum Turm.

 

Radwanderungen

  • Ein Vorschlag findet sich beim Wanderheim Eninger Weide
  • Auf die Kuppe der Hohen Warte führen einige breite Forstwege. Allerdings bitten wir darum, dass entsprechend des Waldgesetzes Wanderpfade unter 2 m Breite nicht mit Rädern befahren werden.
  • Das Albhochland bietet bei relativ wenig Höhenunterschieden einige für den PKW-Verkehr gesperrte Feldwege im Bereich zwischen Albtrauf und Großem Lautertal, – so nach Upfingen, Lonsingen, Gomadingen, Kohlstettten, Holzelfingen.
  • Die Täler Heutal, Heinzental, Gaichental, Lonsinger Tal mit Degental und das Auental bieten ruhige und idyllische Landschaftsbilder.
  • Nördlich der Hohen Warte zieht sich nach Norden hin mit dem Längental die zweitgrößte Karstwanne der Alb. An den tiefsten Stellen befinden sich Schlucklöcher. Entlang dieses Tales (das ja keinen Ausgang hat) führen gute Forstwege. Vom nördl. Ende des Längentales können zu Fuß die tiefen Felsspalten der Höllenlöcher und wenig davon entfernt der Sonnenfels aufgesucht werden.
  • Der Roßberg kann auf dem Forstweg (auf der TK 35 nur als schwarzer Strich) erreicht werden; seine Aussichtsfelsen lohnen einen Besuch.

Weitere Wandervorschläge finden sich beim Wanderheim Eninger Weide

 

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Literatur:

  • Aus der Reihe „Natur – Heimat – Wandern“ des Schwäbischen Albvereins: Willi Siehler „Das große Wanderbuch der Schwäbischen Alb – 130 Wanderungen zwischen Küssaburg und Ries“, Theiss Verlag, 4. Aufl. 2012, Interessantes aus Geologie, Natur, Klima , Bodenkunde, Pflanzenwelt und Tierwelt, Kulturgeschichte von der Steinzeit bis heute, mit 250 Farbfotos, 120 Wanderkärtchen, 496 Seiten, ISBN 978-3-8062-2726-0.
  • Rainer Fieselmann „Reutlinger und Uracher Alb“, Silberburg Verlag, 2. Aufl. 2012, Bildband, Erläuterungen in Deutsch, Englisch und Französisch, mehr als 100 großformatige Aufnahmen, 100 Seiten, ISBN 978-3-87407-650-4.

 

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